Mein kleines, feines Gartenbüro

Vorab direkt etwas zu meinen bisherigen Erfahrung im Homeoffice:

Meine erste Homeoffice-Lösung vor über 10 Jahren, als ich in den Vertrieb wechselte, war ein Schreibtisch auf dem Dachboden. Zwischendurch hatte ich auch einen im Ankleidezimmer, im Keller, im angemieteten Büro und in einem ehemaligen Ferienhäuschen auf dem Hof.

Durch einen neuerlichen Umzug stellte sich mir erneut die Frage, wo stelle ich den Schreibtisch hin? Oder arbeite ich einfach vom Esszimmer aus, mit Drucker und Technik im Keller? Zum Glück kam passend mit dem Umzug die Idee mit der Garobox auf. Ich habe direkt und spontan zugesagt, mir eine hinstellen zu lassen und somit, glaube ich, die erste Garobox ausserhalb vom Wietholt'schen Firmengelände.

DER AUFBAU

Morgens um 7 rückten die Männer an, um meine neue Box aufzubauen. Mit frischem Kaffee versorgt ging's ans Werk. Gutgelaunt waren die drei den ganzen Tag fleißig am Werkeln, bis gegen ca. 18:00 Uhr alles stand und eingerichtet war. Am gleichen Abend hat der Elektriker die Garobox betriebsbereit unter Strom gesetzt.

DER ERSTE ARBEITSTAG

Ich muss dazu sagen, mein bisheriges Büromaterial hatte nie einen professionellen Standard. Da war der zusammengezimmerte Schreibtisch (Platte mit 4 Beinen) zusammen mit irgendeinem, übriggebliebenen Schreibtischstuhl und irgendeiner Schreibtischlampe.

Ich war direkt begeistert davon, um wie viel besser es sich anfühlt, mit Profi-Ausstattung zu arbeiten. Hätte ich so nicht erwartet, was soll an einem Tisch oder einer Lampe schon professionell sein...

Das Klima in der Box ist toll, der Raum mit den beiden Schränken groß genug und mit genügend Abstellflächen für benötigte Technik. Als Heizung habe ich mich für eine Infrarotheizung in Bildform entschieden, da diese nicht die Luft erhitzt, sondern direkt die Oberflächen, inkl. meiner eigenen. Außerdem bekommt man keinerlei Probleme mit Feuchtigkeit, wenn man, wie sonst üblich, erst die Luft erhitzt und sich Kondenswasser auf kalten Oberflächen und in Ecken bildet. Alles fein trocken, warm und energetisch gut im Vergleich zu anderen Lösungen (meine persönliche Meinung).

Optisch hat die Box den Garten aufgewertet. Sie sieht toll aus, ist hochwertig verarbeitet und die Aussenleuchten machen ein tolles Licht im Garten.

Etwas konstruktive Kritik sollte auch erlaubt sein: Der unbehandelte Holzboden ist leider recht schmutz- und feuchtigkeitsempfindlich, alles wird schnell von den offenen Holzfasern aufgesaugt. Beim Aufbau wird der Boden mit Pappe abgedeckt, was gut ist, solange es trocken bleibt. Der ein oder andere Schuhabdruck ließ sich bei aller Sorgfalt, währendes des Aufbaus und anschließenden Innenarbeiten und Einlassen der Fenster nicht vermeiden. Auch durch mich selbst. Eine leichte, durchsichtige Lasur für den Fußboden vorab wäre meines Erachtens ein guter Tipp für folgende Garoboxen.

FAZIT NACH 3 MONATEN

Wir sind immer wieder verwundert, um wieviel konzentrierter und effizienter man in der Garobox arbeitet! Der Arbeitsweg ist zwar kurz (10-15m) aber vorhanden, um Privat von Arbeit gut trennen zu können. Das ist wie das Betätigen eines Schalters: Arbeitsmodus aus oder an. Auch Pausen sind somit echte Pausen und nicht das sonst übliche Laptop beiseite rücken, um nebenbei was zu essen oder zu trinken.

Optisch ist die Garobox ein fester Bestandteil des Garten-Ambientes geworden, vor allem durch die schöne, abendliche Außenbeleuchtung. Hier habe ich den Schalter gegen einen smarten W-LAN Schalter getauscht, um die Außenbeleuchtung zu automatisieren und auch aus der Ferne per App bedienen zu können. Nützt ja nix, wenn ich morgens erst im Dunkeln zur Garobox laufe, um dann in der Box das Außenlicht anzumachen und abends, bevor ich rüber ins Haus gehe, das Außenlicht ausschalte.

Die Heizung hat sich als gute Entscheidung erwiesen. Besonders jetzt, wenn es kälter wird, gibt sie eine angenehme Strahlwärme ab. Die Heizung habe ich eine Leistungsklasse stärker gewählt als für die Quadratmeterzahl empfohlen, um nicht eine kleinere Heizung am Anschlag in Dauerbetrieb zu haben und etwas Puffer, falls es mal wieder sehr kalt wird. Auch sie ist mit einem automatisierten, smarten Thermostat ausgestattet, um nach Zeitplänen zu heizen oder auch direkt per App schaltbar zu sein. Die Box ist sehr gut isoliert! Fenster, die von außen beschlagen, sind ein gutes Indiz für deren top Isolierung (könnte ich hier jetzt erklären, mach ich aber nicht ;-) ).

Auch ist die Garobox an meine smarte, kabellose Alarmanlage angeschlossen. Aufgrund der Technik im Büro hielt ich dies für angebracht. Zusatzkosten durch Heizung und beschriebene smarte Ergänzungen hielten sich im Rahmen von insgesamt ca. 200€

Alles in allem die beste, professionelle Entscheidung im Jahr 2020

Liebe Grüße
Markus Leuders